Zutaten für eine gesunde Zukunft - Festakt 125 Jahre Kneipp-Bund in Berlin

Nur wer Wurzeln hat, kann auch weiter wachsen. Deshalb stand beim Festakt zum 125-jährigen Jubiläum des Kneipp-Bundes, das in Berlin gefeiert wurde, das Jahresmotto „Mit Tradition in die Zukunft“ im Mittelpunkt.

Kneipp-Bund-Präsidentin Christina Haubrich, MdL, nahm die Gäste mit auf eine kleine Zeitreise und zeigte, welchen Weg der Gesundheitsverband in über einem Jahrhundert gegangen ist. Als Fazit stand die Überzeugung, dass Gesundheitsbewusstsein, soziales Miteinander und ökologische Verantwortung wichtige Bausteine für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft sind – und das sind die Werte, die die Kneipp-Bewegung seit jeher prägen.

Zu den geladenen Gästen in der Bayerischen Landesvertretung zählten neben Vertreter*innen der Kneipp-Bewegung auch Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, darunter Sabine Dittmar, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Gesundheit, die auf die Bedeutung hinwies, die Gesundheit im Sinne der Salutogenese zu fördern. Da lieferten die Naturheilverfahren nach Kneipp mit dem Zusammenspiel der fünf Elemente vielfältige und wirksame Möglichkeiten. Deshalb habe auch die Förderung des Bundesgesundheitsministeriums von acht Projekten im Kneipp-Jubiläumsjahr 2021 besondere Relevanz. Auch die Kur als Pflichtleistung der Krankenkassen sei ein richtiger Schritt, da sie kein „Kostentreiber“ sei und der Benefit bei Weitem überwiege.

Ulrike Gote, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in Berlin, lobte den Kneipp-Bund als echte Bürger*innen-Bewegung. Und der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege und ehemaliger Kneipp-Bund-Präsident Klaus Holetschek stellte das Ziel in den Fokus, immer im Sinne der Patientinnen und Patienten zu denken und zu handeln – und dabei könnten die Anwendungen von Sebastian Kneipp einen wertvollen Beitrag leisten. Deshalb sei das Ziel, die evidenzbasierte Naturheilkunde noch stärker in die medizinische Versorgung zu integrieren. Der Kneipp-Bund habe in den letzten 125 Jahren beharrlich für die Anerkennung der Kneippschen Gesundheitslehre geworben‚ denn „Kneipp wirkt“. Dem Engagement des Kneipp-Bundes sei es auch zu verdanken, dass Kneippen seit Ende 2015 zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland gehört.

Für DOSB-Präsident Thomas Weikert sei der Kneipp-Bund ein wichtiger Partner, auch für die Herausforderungen, vor denen der Sport aktuell stehe. Die Vereine könnten aktiv dazu beitragen, dass Bewegung trotz Einschränkungen weiter möglich sei, beispielsweise durch innovative Sportangebote draußen.

Neben den Festredner*innen gehörte die Bühne natürlich auch Vertreter*innen der Kneipp-Bewegung, die durch ihr vielfältiges Engagement dafür sorgen, dass das Kneippsche Gesundheitskonzept für die Menschen erlebbar wird. Gisela Gehrmann vom Vorstand des Landesverbands Niedersachsen, nannte eine wichtige „Zutat“, die die Kneipp-Bewegung für die nächsten 125 braucht: Menschen, die für die Sache brennen. Wie das in der Praxis aussehen kann, berichtete Lars Kochenburger vom Landesverband Baden-Württemberg. Er erlebe täglich, wie positiv Kneippsche Anwendungen den Alltag in der Pflege verändern und wie dankbar die Bewohner*innen diese annehmen.

Mit den jüngsten Kneippianer*innen war Christian Rietschel auf der Bühne. Die Kinder aus der Kneipp-Kita Berlin Spandau erzählten dem Publikum, wie sie kneippen – und was ihre Eltern zu Hause davon ausprobieren durften. Über das internationale Netzwerk Kneipp berichtete Mag. Georg Jillich, Präsident des österreichischen Kneippbundes und Vize-Präsident von Kneipp
Worldwide. Dass die Kneippschen Naturheilverfahren eine breite Basis und wichtige Partner hat, zeigte auch ein Blick auf die geladenen Gäste – unter ihnen viele Kooperationspartner*innen des Kneipp-Bundes sowie befreundete Verbände.

Einen zukunftsgerichteten Blick auf die Kneippschen Elemente Ernährung, Wasser und Lebensordnung warf Prof. Dr. Gustav Dobos, Direktor des Zentrums für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Universitätsklinik Essen und Vorstandsvorsitzender der Kneipp-Gesundheitsstiftung. Er weckte das Bewusstsein für eine pflanzenbasierte Ernährung, die einen Mehrwert für Gesundheit und Umwelt zugleich biete. Im Anschluss an den Vortrag kam sein Team des Stiftungsvorstands mit Irene Kossack und Stefan Welzel auf die Bühne. Sie berichteten, dass die Stiftung nun Projekte anschieben und voranbringen könne. Dies sei bedeutend, da naturheilkundliche Methoden viel Potenzial haben, auch für die Behandlung von Long-Covid und Post-Covid.

Ein ganz aktuelles Projekt stellte Alexander Bergmann vor, einer der „Macher“ der neuen Videos zu den fünf Kneippschen Elementen. Darin werden Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung aus Sicht junger Filmemacher dargestellt. Die Protagonistin des Films „Die Kraft der Bewegung“, Christina Wechsel, teilte ihre ganz persönliche Geschichte mit dem Publikum und berichtete, welche Kraft sie aus dem Sport schöpft und ihr Leben mit Beinprothese meistert. Denn mit einer positiven Einstellung gibt es einfach keine Grenzen. Mit diesem Eindruck konnten die Gäste den Ausblick von Christina Haubrich auf sich wirken lassen. Sie warf einen Blick auf die „nahe“ Zukunft und stimmte auf das Jahresmotto 2023 ein: Gemeinsam Natürlich Leben.

 


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