Die Zukunft gestalten - 120 Jahre Kneipp-Bund

Der Kneipp-Bund veranstaltete am 14. Oktober das Symposium „Zukunft gestalten – 120 Jahre Kneipp-Bund“ im Kunst- und Kulturhaus „Zum Gugger“.

Die „erste und größte Bürgerbewegung in unserem Land“ nannte einst Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Kneipp-Bewegung. Dabei ist vor allem das Ehrenamt von zentraler Bedeutung. Insbesondere den vielen Kneipp-Vereinen ist es zu verdanken, dass die Lehre Sebastian Kneipps seit 120 Jahren ganzheitliche Gesundheit in das Leben vieler Menschen gebracht hat.

„Die Kneipp-Bewegung hat sich stets weiterentwickelt und Veränderungsprozesse in der Gesellschaft begleitet und unterstützt“, so der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek MdL. „Wir sind überzeugt, dass soziale Verbundenheit und ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen in der heutigen Zeit mehr denn je unabdingbare Bestandteile einer zukunftsfähigen Gesellschaft sind. Wir müssen Kneipp einfach ‚weiter denken‘.“

Zu dem Symposium mit anschließendem Festakt waren Vertreter von zahlreichen Kneipp-Vereinen und Kneipp-Bund Landesverbänden angereist. In ihren Grußworten würdigten Bad Wörishofens Bürgermeister Paul Gruschka und der stellvertretende Landrat Helmut Koch die Verdienste des Kneipp-Bundes und seiner Kneipp-Vereine zur Prävention und Gesundheitsförderung in den vergangenen 120 Jahren.

Holetschek betonte, dass Kneipps Gesundheitskonzept heute aktueller denn je ist: „Wir müssen für diese Idee brennen und sie weitertragen. Wenn wir alle zusammenhalten dann wird dies auch gelingen. Wir haben einen Schatz!“ Aber nicht nur die Kneipp-Vereine, auch die momentan 646 „Vom Kneipp-Bund anerkannten Einrichtungen“ spiegeln den Erfolg der ganzheitlichen Naturheilverfahren im Sinne Kneipps wider.

Auch die beiden ehemaligen Präsidenten/-in Marion Caspers-Merk und Ulf Fink waren zu Gast und stellten sich in einer Interviewrunde den Fragen von Bundesgeschäftsführerin Annette Kersting. Im Rahmen der Festveranstaltung wurde Annette Kersting in den Ruhestand verabschiedet. Ab Januar 2018 wird Thomas Hilzensauer ihre Nachfolge antreten.

Bereits am Nachmittag wurden auf dem Symposium neue Thesen für die bundesweite Kneipp-Bewegung diskutiert. Es ging darum, Antworten auf die Fragen zu finden, ob und gegebenenfalls wie die fünf Kneipp-Elemente inhaltlich um aktuelle soziale und ökologische Aspekte ergänzt werden könnten. Die geladenen Referenten erarbeiteten gemeinsam mit den Vertretern der Kneipp-Vereine Lösungsvorschläge für die Zukunft. Wichtig war den Beteiligten, dass die Kneippschen Naturheilverfahren künftig stärker gesundheitspolitisch verankert werden und auch die wissenschaftliche Untermauerung der Wirksamkeit und Bedeutung durch Studien vorangetrieben wird.

Auf dem „Marktplatz der Zukunftsideen“ wurde diskutiert und Anregungen, Fragen und Impulse zusammengetragen. Die drei Aspekte „Ökologie & Nachhaltigkeit“, „Lebensordnung & soziales Miteinander“ und „Natur- & Gesundheitsschutz“ standen dabei im Mittelpunkt. Einig war man sich darin, dass das Thema Nachhaltigkeit vor allem beim Kneippschen Element der Ernährung künftig eine größere Rolle spielen muss. Der Kneipp-Bund, die Kneipp-Vereine und die zertifizierten Einrichtungen sollten im Hinblick auf eine ökologisch nachhaltige, und gleichzeitig ausgewogen gesunde Ernährung eine Vorbildfunktion einnehmen.

In Bezug auf das soziale Spektrum wurde die Ganzheitlichkeit der Kneipp-Verfahren und seiner fünf Elemente betont. Der gesellschaftliche Bedarf einerseits nach individualisierten gesundheitsförderlichen Angeboten und andererseits nach mehr „Miteinander“ muss von der Kneipp-Bewegung noch stärker aufgegriffen und zur Kernkompetenz gemacht werden.

Außerdem waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass Natur und Gesundheit zusammen gehören. Allerdings wurde in der vielschichtigen Diskussion auch deutlich, dass sich die konkrete Umsetzung dieser Verknüpfung schwierig gestaltet. Aber durch Aufklärungsarbeit, beispielsweise durch Vorträge, innovative Angebote für Jung und Alt, und das große Potential der Kneipp-Vereine könne das „Erfahren von Natur“ ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken und gleichzeitig die Bedeutung der Kneipp-Vereine stärken.



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